Obere Blackrockspitze
Monday, November 27th, 2006Am Sonntag war es das erste mal soweit. Wir haben uns in Kargath eingefunden um den bevorstehenden Sturm auf die obere Blackrockspitze nur mit Amentia Stammesmitgliedern zu besprechen.

Am Sonntag war es das erste mal soweit. Wir haben uns in Kargath eingefunden um den bevorstehenden Sturm auf die obere Blackrockspitze nur mit Amentia Stammesmitgliedern zu besprechen.

Unsere Gemeinschaft wächst, unterliegt aber auch jetzt schon einem Säuberungsprozess. Es ist schwer alle unter einen Hut zu bekommen, dabei aber seine ürsprüngliche Zielausrichtung nicht zu verlieren. Ich muss mich als Stammesführer immer wieder fragen: “Wolltest du das so?”.
Einige “Typen” von Spieler mussten inzwischen unseren Stamm verlassen bzw. sind freiwillig gegangen.
“Psychopaten bzw. agressive Ignoranten” – es ist erstaunlich, wie schnell manche Menschen in Rage zu bringen sind, ohne das man es wirklich will. Chatten ist eine hoch komplexe Kommunikationsform, welche nicht mit einer normalen Unterhaltung gleichzusetzen ist. Es fehlen alle körperlichen Reize (nein, nicht was ihr jetzt denkt) und auf Grund eines “Gruppenchats” ist die Adressierung an einen bestimmten Ansprechpartner nicht immer eindeutig. So kommt es, das aus harmlosen Sätzen aber auch an andere gerichtete Meinungen missinterpretiert werden. Wer damit nicht umgehen kann, alles im Chat erstmal super ernst nimmt, sich selbst schnell angegriffen fühlt und dadurch selber ausfallend wird, hat bei uns nichts zu suchen. Solche Leute tun mir leid und ich hoffe, sie können solo besser mit Ihrer Wut umgehen.
“Gilde ist doch für Hilfe da” – ein Phenomän, welches ich inzwischen von mehreren gehört und auch erlebt habe. Der noble Grundsatz wird von diesen Leuten als Grundlage für Ihre eigenen Ziele missbraucht. Wenn nicht sofort genug Leute zur Verfügung stehen, am besten high-level fürs “durchziehen”, dann ist dieser Typ Spieler beleidigt, droht mit Verlassen der Gilde und beschuldigt alle für ihre fehlende Hilfsbereitschaft. Auf sowas kann ich gut und gerne verzichten. Denn gemeinsamme Hilfe bedeutet nicht, dass alles für einen springt und kuscht. Jeder der in der Lage ist nett zu fragen, die internen Hilfsmittel nutzt (Forum z.B.) und auch gewillt ist, sich nach den Helfenden zu richten anstatt nach seinen eigenen Zeitwünschen, wird schnell und unkompliziert Hilfe von seinen neuen Freunden bekommen.
“Forums-Verweigerer und Solo-Spieler” – unser Stamm ist kein Platz für Solo-Spieler, welche auf dem Weg von 1-60 einen Chatraum brauchen, damit es nicht so langweilig beim solo-leveln ist. Dies drückt sich auch durch mangelndes Interesse an Gilden-Events und der fehlenden Besuche im Forum aus. Wir haben uns von Anwärtern getrennt, welche zufällig immer gegen Ende eines Events online gekommen sind, um dann nicht mehr mitmachen zu müssen. Wieso überhaupt “müssen”? Wenn jemand kein Interesse an gemeinschaftlichen Treffen hat, dann soll er doch bitte ALLEINE spielen ohne Gilde.. Dies vermischt sich aber auch mit dem Typ “Gilde ist doch für Hilfe da”, da der Solo-Spieler sich von der Gilde einzig die Unterstützung verspricht um selber schneller voran zu kommen.
“Der zu anspruchsvolle Roleplayer” – wir möchten gern Roleplaying fördern. Roleplaying in der Situation, wenn man sich gegenüber steht. Gemeinsamm etwas unternimmt mit einem Roleplaying-Hintergrund. Roleplaying ist dort, wo man es selber macht!. Sich zu beschweren, dass in einem Gildechat zuviel “ooc” sei, stößt bei mir in mehrerlei Hinsicht auf Unverständnis. Es gibt immer Phasen, wo ein Gildechat doch sehr abweicht von einem Roleplaying-Chat. Zum Teil kann man dies ja noch mit “ooc:” oder (( )) einklammern, nur ist dies auch nicht immer nötig. Wie erklährt mir ein Hardcore-Roleplayer (den das ja stört), wieso er sich über die ganze Welt hinweg per Gedankenübertragung mit 30 Leuten gleichzeitig unterhalten kann? Passt für mich nicht. Deshalb sollte man einen internen Chat auch nicht als 100% RP-Ort betrachten, sondern in Treffen, Events, say usw. sich ausleben? Andererseits haben wir schon die tollsten RP-Chats hinter uns. Ich erwähne nur unsern Tauren-Beißer Morsnatum. Den Hardcore-Roleplayern kann ich nur alles gute auf ihrem weiteren Weg wünschen und finde es schade, dass sie gleich wieder gehen anstatt uns andere teilhaben zu lassen. Etwas selber bewegen, anstatt nur ein fertiges Nest zu betreten!
Mit 15 Stammesmitgliedern und Anwärtern trafen wir uns zur Anwärterprüfung. Hier sollte sich zeigen, ob die Anwärter gemeinsamm im Team spielen können und sich für das Wohl des Stammes einsetzen.
Was ist besser, als ein gemeinsammes Festessen?
Genau, ein Festessen mit selbst erlegtem Festbraten!
Lagebesprechung in Crossroads
(“Das Wegekreuz” – gewöhnen wir uns besser langsamm dran)

Am kommenden Sonntag ist es wieder soweit. Amentia wird seine Anwärter-Prüfung veranstalten. Hierbei prüfen wir die Teamfähigkeit und den Roleplaying-Willen unserer neusten Stammesanwärter.
Nur sind es in den letzten 2 Wochen soviel neue Anwärter geworden, dass ich bereits bedenken habe. Wie sollen wir soviel neue Leute in so kurzer Zeit kennenlernen? Wie kann eine Einführung in den Stamm überhaubt funktionieren? Ich bin mir sicher, dass es noch Reibungsverluste geben wird.
Andererseits bin ich sehr froh über den Zulauf! Zumal es auch alte Freunde aus FFXI und bereits Freunde von Anwärter sind, welche nun auch mit uns zusammen spielen möchten.
Eins muss nur jedem klar sein, der zu uns in die Gemeinschaft kommt. Wir möchten eine langfristige Stammesgemeinschaft aufbauen, kein Hafen für Spieler von 1-60, die dann schnell wieder weg sind. Wir sind keine Chat-Gilde, damit das Solo-leveln nicht so einsamm ist. Solche Leute werden wir in Zukunft aussieben.
Auf alle anderen freue ich micht und bin mir sicher, wir werden bestimmt viel gemeinsamm unternehmen können.
