27. May 2010 in Allgemein, WotLK

Meine Abrechnung als Gilden- und Raidleiter mit WoW

Meine Frau und ich schauen derzeit sehr gerne die Serie Dr. House (auf DVD) und da kam folgendes Zitat von Dr. Foreman vor:

Wir sind Arbeitskollegen und keine Freunde. Ich entschuldige mich für nichts, was ich getan habe!

*bäm* Wir haben uns in dem Moment beide angeschaut und sofort an unseren WoW Raid / Gilde gedacht. Auch wenn ich es immer verdrängt und schön geredet habe, so erklärt es meine Probleme mit WoW derzeit.

Ich bin seit dem ersten Tag meiner MMO Spielzeit mit der Einstellung gestartet, dass sich in einer Gilde Freunde zusammen raufen bzw. Freundschaften entwickeln. Neuen Mitgliedern gegenüber bin ich immer offen und möchte diese als Online-Freunde kennen lernen und intigrieren.

Raiden wiederum sehe ich als sportliche Herausforderung mit diszipliniertem Hintergrund und klaren Hierarchien, um die gesteckten Ziele gemeinsam umzusetzen.

Wie sehr ich mich von diesem Idealismus habe blenden und beeinflussen lassen, merke ich inzwischen an mehreren Stellen.

Das Wichtigste vorweg

Natürlich ist nicht alles schwarz/weiß in dieser (virtuellen) Welt. Ich hätte WoW nicht so lange und gerne gespielt, wenn es nicht soviel Spass gemacht und ich tolle Leute kennen gelernt hätte. Aber jeder hat einen Siedepunkt, wo es einfach überkocht…

Ich verzichte bewusst auf die Nennung von Namen, denn diese wissen selber, wann sie gemeint sind. An Beleidigungen gegen mich oder andere Personen werde ich mich bei Kommentaren bzw. Blog-Reaktionen nicht beteiligen. Diskussionen sind natürlich gerne erwünscht!

Blizzard

  • World of Warcraft entwickelt sich seit dem Wrath of the Lich King Addon immer mehr zu einem Solo-RPG Spiel, wo Mitspieler als nerviges Beiwerk angesehen werden.
  • Hard-Modes sind kein Content! Genauso wie einhändig und besoffen einen Boss zu legen keine erstrebenswerte Leistung ist!
  • Es wird alles dafür getan das “Spielerlebnis” in vollem Umfang für jeden als Einzelspieler möglich zu machen (Level Geschwindigkeit, Marken, Dungeonfinder, bald Item-Shop?). Dagegen spricht grundsätzlich ja nichts, aber es führt zu Problemen als “Team” etwas zu verwirklichen.
  • Um den Endgame-Content zu erleben, fällt die Notwendigkeit sich respektvoll und vor allem nachhaltig in eine Gildengemeinschaft einzubinden immer mehr weg (Vergleich T4 > T5 > T6 Content und jetzt T7 – T10)
  • Token/Hero-Marken System: Die völlige Entwertung aller bis zum Marken-Reset erbrachten Bosskills. Eine Item-Entwertung bei Level-Anstieg ist ja nachvollziehbar, aber seit WotLK erfolgt diese bei jedem T-Set!
  • Ich habe immer einen 25er Raid als Ziel gehabt. 10er sind ganz nett aber gehören eigentlich nicht in den Ablauf einer 25er Raidgilde. Darum wurden 10er von mir auch nie aktiv im Raidplaner angesetzt.
  • 10er im 25er Raidgildenumfeld sind sogar kontraproduktiv, da der normale ich-bezogene WoW-Spieler (siehe unten) schnell mit Neid und Missgunst reagiert: “Dein 10er ist viel besser, du nimmst uns die Spieler weg, du vernachlässigst den zweiten 10er” usw.usw.
  • Mit den kommenden Änderungen zum nächsten Addon werden 25er Raids sinnfrei. Es wird zur Umstellung auf reine 10er Raids kommen.

Mitspieler

  • Unseren Raidfortschritt haben wir uns hart erkämpft. Nicht weil WoW spielerisch so schwer ist, sondern weil jeder Offi durchgängig motivieren musste. Die kleinste Schwäche der Offis wurde ausgenutzt und zur Demoralisierung / Demotivierung des Raids genutzt – bewusst oder auch unbewusst.
  • “Jeder ist sich selbst am nächsten” – das ist menschlich, jedoch fehlt online die soziale Hemmschwelle.
  • “All-inclusive Urlauber” – Raidleiter sind Animateure und haben einen funktionierenden Raid anzubieten.
  • Die Gilde ist eine “Zweckgemeinschaft” wo andere Mitspieler als NPCs zur Befriedigung der eigenen Pixelwünsche betrachtet werden. (damit habe ich die größten Probleme!)
  • Anstatt miteinander zu spielen und eine “jetzt erst Recht” Einstellung zu entwickeln, ist eine Stagnation bzw. komplette ich-Orientierung ja viel einfacher.
  • Härters durchgreifen, Disziplin, Auflagen um ein gestecktes Ziel zu erreichen sind immer so lange erwünscht, wie diese einen nicht selber betreffen.
  • Es tut mir Leid für die ca. 15 ambitionierten Spieler, die wirklich wollten. Selbst mit 40 aktiven Accounts in der Gilde war es nicht möglich einen regelmäßigen 25er aufzustellen, der sich einspielen konnte.
  • Immer wieder neue Leute nachholen bedeutete auch, dass man jedesmal einen Rückschritt im Teamplay macht. Mit diesem Vor/Zurück lebe ich seit zwei Jahren und trotzdem haben wir fast alle Bosse im aktuellen 25er Content legen können.
  • Wenn dir selbst ein langjähriger Mitspieler, dem du voll vertraust, einfach sagt: “Wir sind ja eigentlich nur Freunde, weil wir uns wegen WoW treffen“, dann wird es Zeit alles zu überdenken. Denn er könnte Recht haben…

Nebenwirkungen

  • Nach drei Jahren Amentia und zwei Jahren aktiver Raidorganisation bin ich desillusioniert und kraftlos.
  • Ich habe mein Leben zu sehr den Onlinezeiten hin ausgerichtet.
  • Ich kann als Raidleiter nichts organisieren, wenn für viele Mitspieler das Konzept “aus den Augen, aus dem Sinn” vorherrscht (online/offline). Es fehlt der Respekt und die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft.
  • Es allen Recht machen zu wollen ohne ein erkennbares Entgegenkommen ist sehr frustrierend.
  • Als Gildenleiter war ich meist der Letzte, der wegen Problem angesprochen wurde.
  • Dabei weiss jeder in der Gilde, dass man in Ruhe mit mir per Wisper bzw. privatem TS Channel reden kann. Nur auf jeglichen Erpressungsversuch im Gildenchat reagiere ich allergisch.
  • Für die Illusion einer funktionieren Online Gemeinschaft habe ich mein privates und berufliches Umfeld vernachlässigt!

Fazit

In meinem Blogbeitrag zum Sterben der 25er Raids hat Prishe einen Kommentar zu unserem alten Gildenleiter auf Alli Seite (BC-Zeiten) geschrieben:

Kin hatte sich am Ende kaum noch zu Wort gemeldet… meistens nur noch per Telefon… und selbst dann nur, wenn Avenia vehement am Dauerklingeln war, damit überhaupt mal ne Regung seinerseits kam… Kin hatte völlig die Lust verloren… einerseits durch den immer stärker verkommenden Inhalt der von Blizzard spendierten Raids… andererseits durch die Reaktionen der Gildenmitglieder darauf (mit jeder Woche wurde es mit der Raidvorbereitung schlimmer und schlimmer)… der letztere Punkt dürfte Kins Glauben an die Gilde zerstört haben.

Da ich mich inzwischen genau darin wieder finde, ziehe ich die Notbremse und steige aus!

WoW Casual Gaming?

Ich habe lange überlegt, ob ich einfach als Freizeit Spieler (Casual Gamer) weiter mache. WoW ist für mich aber raiden, wohlgemerkt auf sportlichem und konzentriertem Niveau.

Blizzard hat alles ausserhalb der Raids so stark vereinfacht bzw. ins Lächerliche gezogen, dass ich als Casual Gamer in WoW nicht glücklich werden kann:

  • Den 10. Twink in zwei Wochen auf 80 leveln und in weiteren zwei Wochen T9+ equippen ohne einen Raid spielen zu müssen?
  • Alles zielt eh nur darauf ab, dass man schnellstmöglich die höchste Raidinstanz spielen kann
  • 5er Innis sind nur zum Markenfarmen, dank Dungeonfinder schnell, anonym und völlig steril.
  • Berufe sind ein Witz, von kaputter Kinder-Markwirtschaft bis hin zur Nutzlosigkeit teurer Crafts.
  • Warum für einen gecrafteten Gegenstand viel Mühe in Kauf nehmen, wenn es besseres Equip durch Marken absitzen/sammeln gibt.
  • Wenn man gute Crafting-Gegenstände wenigstens signieren könnte?
  • Achievements sind lustig und eigentlich ein tolles System – wenn diese nicht völlig egal für die WoW Welt wären.
  • Und dann besteht die Hälfte der Achievements aus Raid-Erfolgen oder PVP (*würg*)
  • Beim Angeln und Kochen stirbt selbst ein Bot vor Langeweile. In FFXI war/ist dies meine Lieblingsbeschäftigung!

Wie geht es weiter?

Ich ziehe mich definitiv aus dem aktiven Raiden zurück und werde eine WoW Pause einlegen. Der Kauf des Catacylsm Addons ist derzeit noch nicht geplant. Vielleicht werde ich nochmal im 10er Raidumfeld aktiv – aber dafür müsste mich die Raidgruppe nach der Pause überhaupt noch als Ersatzspieler / Member haben wollen.

Über meine Gilde Amentia werde ich in den kommenden Tagen mit den verbliebenen zwei Offis noch beraten bzw. alles einstellen, falls diese nicht weitermachen wollen. Meinen Account gebe ich natürlich nicht her und ich werde bestimmt auch noch öfter online rumgeistern.

Obwohl in mir immer der Organisator hoch kommt (Gildenleitung, Raidleitung, Forum, Raidplaner, Lootsystem programmieren), möchte ich mich nicht mehr ausnutzen lassen.

Wir konnten den alten Final Fantasy XI Account meiner Frau wieder reaktivieren und ich habe mir für 20,- EUR eine Vollversion mit allen Addons bei Steam gekauft. Und das verrückte ist, nach 4 Jahren Abwesenheit gibt es immer noch Leute, die uns kennen und freudig aufgenommen haben :o

FFXI

Meinen alten Account bekomme ich leider nicht wieder (Square zickt leider rum), so das ich ganz von vorne anfange. Das schöne daran, es ist mir egal ;-)

Mit Final Fantasy XI verbinde ich sehr viele schöne Erinnerungen und ich “daddel” hier als Casual Gamer ab und zu einfach mal rum. Dank Lilis altem Account (mit entsprechender Ausrüstung/Level) kann ich immer auf Hilfe zurück greifen. Hier sind selbst die Nebentätigkeiten derart komplex, dass auch ohne Endgame niemals Langeweile aufkommt. Werde ich bestimmt mal drüber bloggen (^.^)y

Des Weiteren warten wir auf Final Fantasy 14 Online.

Hat vielleicht noch jemand Lust auf FF11 oder später FF14?
Suche Gleichgesinnte für Therapie-Gruppe und so :p

PS: Es ist doch nicht Lupus…

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31 Kommentare - da geht noch was! Oder siehst du das anders?

Trackbacks - Blog-Reaktionen / Verlinkungen

  1. Dr. House – ich glaube es ist Lupus! | Keng's Lair
  2. Surftipp: Dr.House – ich glaube es ist Lupus! « WoW – Journal von Nomadenseele
  3. Wir sind Arbeitskollegen und keine Freunde. Ich entschuldige mich für nichts, was ich getan habe! « WoW – Journal von Nomadenseele
  4. Lupus | LunaHexe.blog
  5. onlinegilde - das online magazin | Half-Life 2 auf dem Mac | Von Benny
  6. Dünnes Eis | Keng's Lair
  7. Wohin geht die Reise? - Calaelen Gaming Blog
  1. Samiha schrieb:

    Ich muss sagen, dass ich vieles von dem sofort unterschreiben kann – besonders was den “Zusammenhalt” von Gilden angeht und dass man als Raidleiter immer der Depp vom Dienst ist. Genau aus den Gründen die du so aufzählst haben wir damals unsere eigene Gilde und Raidgruppe verlassen – und viele von ihnen sind auch dafür verantwortlich, dass es auch mit der letzten Gilde nicht geklappt hat. Irgendwo ist es doch beruhigend zu lesen, dass man nicht der einzige mit dem Problem ist, weil ich mich wirklich oft frage, ob ich einen an der Klatsche hab, dass mich bestimmte Dinge überhaupt stören (wie z.B. wenn jemand einfach nicht zu einem 10er Raid auftaucht, obwohl er zugesagt hat und uns andere 9 somit stehen lässt etc.). Auch dieses Prinzip der Lootgemeinschaft ist nichts für mich – zumal mir die lila Pixel eh ziemlich am Po vorbeigehen, ich will lieber die Bosse legen. Klar freu ich mich auch über neue Items, aber mir geht es eher darum etwas zu entdecken und die Bosse das erste Mal zu legen (gerne auch im HM). Wenn ich dann zum dröflzigsten Mal durch die Ini muss, selbst wenn ich selber noch Items gebrauchen könnte, nervt mich das eher an – obwohl ich natürlich trotzdem mitgehe, weil ich keinen hängen lasse.
    Ich hab für mich auf jeden Fall erstmal entschieden in keine neue Gilde mehr zu gehen. Glücklicherweise gibt es auf Azshara genug Randomgruppen die durchaus was schaffen – denk da nur dran, wie wir uns damals den Ulduar Proto geholt haben (die Leute da waren wirklich mal motiviert. Das war das besser als jeder Gildenraid). Und dann lass ich mich überraschen, was mit Cata so werden wird mit den Raids… Glücklicherweise twinke ich ja furchtbar gerne ;) .
    Ansonsten werde ich mich nicht mehr so stressen, es gibt auch tolle Offlinespiele nebenher und wenn FF14 rauskommt, werde ich mir das auf jeden Fall mal ansehen und auf Guildwars 2 bin ich auch sehr gespannt. Und berichte auf jeden Fall mal etwas mehr von FF 11. Putzig sehen die Figuren ja durchaus aus :) .

  2. Reongard schrieb:

    Nach diesem ausfühlichen Text kann ich mir vorstellen, dass dir deine Entscheidung sicher nicht leicht gefallen ist, du aber im nachhinein froh bist, dass du sie getroffen hast (zumindest lese ich das so aus deinem Text raus).
    Ich kann dich in vielen Punkten, die du anführst, verstehen, auch wenn ich kein Raidleiter bin. Ich nehme allerdings 4 mal die Woche an ICC-Raids teil (2-mal 10er, 2-mal 25er) und ich muss dir in fast allen Punkten zustimmen… Unsere 10er Gruppe läuft super, die anderen ganz und gar nicht, und schon gibts jeden 10er Raid-Tag besuch in unserem TS-Channel a là “Gebt uns mal spieler x oder spieler y für diese ID, sonst schaffen wir es nicht”…. und das ist nur ein Beispiel, dass du vollkommen Recht hast mit dem, was du erzählst, ganz egal, auf welchem Server / in welcher Gilde man ist.
    Leider hat sich WoW in vergangener Zeit sehr gewandelt (und das kann sogar ich behaupten, obwohl ich erst zu beginn von WOTLK angefangen habe, aber auch seit dem ist viel passiert). Leider gibt es mMn derzeit kein vergleichbar gutes mmo auf dem Markt, welches meinen Anforderungen an ein mmo entsprechen könnte, deswegen hoffe ich sehr, dass FF14 ein klasse Spiel wird (bin zwar FF-Fan, jedoch das 11er nie gespielt), und werde dort sicherlich reinschauen (mit der geheimen Hoffnung, dass es WoW um Längen schlagen wird! ;) )

    So Long, alles Gute in FF11 (und vlt. ein Treffen in FF14)

  3. Sinths schrieb:

    Das kommt mir doch sehr bekannt vor. Ähnliches habe ich früher schon vom Leiter meiner Gilde auf Alleria gelesen. Ich ging damals auch, fing aber einige Monate später auf einem neuen Server ganz von vorne an. Er ist glaub ich wieder bei EVE Online gelandet.

    Diese scheinbaren Freundschaften basieren wirklich nur auf dem Spiel. Aus den Augen aus dem Sinn, sag ich nur…

    Ich persönlich finde die Entwicklung von WOW übrigens super. Ich konnte mich damals nicht mit der Rolle als Casualgamer anfreunden und habe geraidet obwohl ich da eigentlich nicht genug Zeit für hatte. Die Folge: Stress mit der, nicht spielenden, Frau und weite Einschnitte ins Privatleben. Ich möchte dann spielen wenn ich die Zeit dafür habe und dann nicht 3 Stunden warten um eine Gruppe zu finden. Seit den Änderungen passt WOW wesentlich besser in mein Leben und ich habe nicht mehr das Gefühl nichts in dem Spiel erreichen zu können.

    Es ist halt unmöglich das Blizz es allen Spielern recht macht. Seit WOTLK hat sich die Zielgruppe geändert. Die Casuals machen halt die Hauptzahl an Abonnenten aus.

    Aber wer weiß schon wie die Raidlandschaft in Cata aussehen wird. Vielleicht bringen sie ja doch noch alle Bedürfnisse unter einen Hut. Mach ne Pause und komm einfach als normaler Raider wieder.

    Lass sich doch mal die anderen die Haare raufen. Du hättest es verdient. ;)

  4. Keng schrieb:

    Oh Mann, wie mir das bekannt vorkommt. Jede einzelne Zeile von Deinem Text. Und natürlich sind es auf der einen Seite die Spieler, aber die waren nie anders. Vor WoW nicht, und sie werden es auch nach WoW nicht sein. Es ist der Schneesturm, der einfach ein Umfeld schafft, in dem solches Verhalten immer mehr sogar heraufbeschworen wird. Ein soziales Netzwerk, einen Leumund? Wer braucht das schon, um in Dalaran um Brunnen zu winken und beim Gearscore.

    Als den Leuten die Gilde und der Raid egal wurde, sind mir die Leute egal geworden. Nicht alle natürlich. Viele würde ich wirklich als Freunde bezeichnen, die das auch noch sind. Aber andere, die mit hoher Nase zu grünen Wiesen aufbrachen, für die habe ich leider keine Fotos (C) Heidi Klum. Ich habs gemacht wie Du, Pause in WoW. Mein Account läuft noch, ich logge auch regelmäßig ein. Auch alleine, um mit den Leuten zu quatschen, die mir immer noch wichtig sind. Auch mal hier ne Daily gemacht, oder dort einfach aus Spaß nackt durch BWL mit ein paar Leuten. Mit Bier und Spaß im TS. DAS ist das, was für mich Spielen ist. Nicht mehr diese unpersönlichen Zweckgemeinschaften, die sich allabendlich neu über den handelschannel finden.

    Ansonsten gibt es genug andere Spiele, mit denen man sich die Zeit vertreiben kann (erzähl keinem weiter, dass ich 6 laufende Abos habe…), selbst Single Player wie Dragon Age habe ich gespielt seitdem, und es war TOLL!

    Cataclysm steht bei mir definitiv auf der Kaufliste. Leveln war schon immer toll, und macht mit Freunden in kleiner Gruppe noch dreimal so viel Spaß. Dann werden wir uns einen gemütlichen 10er bauen, ohne Stress, zusammengesetzt aus Leuten, die sich mögen.

    Und was soll ich sagen: Da klopft es auf einmal von der offensichtlich doch nicht so grünen Wiese auf einmal an, ob da noch was frei wäre. Immer schön das Fähnchen in den Wind hängen, Hauptsache der eigene pure Egoismus ist befriedigt. Nur habe ich irgendwie im Gefühl, dass er diesmal unbefriedigt bleibt, und ich meinen Spaß haben werde…

  5. Mendeus schrieb:

    Ich habe mir deinen Bericht nun mehrfach durchgelesen und umso öfter ich ihn las fand ich immer mehr Übereinstimmungen zu meinen Gründen, warum ich damals als Raidleiter zu BC Zeiten aufgehört habe.

    Ich habe in meiner WoW-Zeit (dabei seit closed Beta) leider schon zu viele Gilden überlebt. Ich denke es waren ca. 15 Gilden in denen ich war und das schlimme daran alle sind aus Deinen oben genannten Gründen im Laufe der Zeit zerbrochen.

    Daher kann ich Dir in fast allen oben genannten Punkten nur zustimmen…. in allen bis auf einen und das ist die Entwicklung von World of Wacraft. Ich persönlich denke WoW bzw. Blizzard entwickelt das Spiel nicht umsonst in die Casual Gamer – Richtung, denn auch das habe ich ich schon öfters gesagt und auch in meinen Blog geschrieben – die Spieler bzw. die Community hat sich stark verändert.

    Meiner Meinung nach ist das der Grund allen Übels. Denn gerade die Community verwendet das eigentlich sinnvolle Markensystem komplett falsch. Blizzard wollte mit solchen Systemen eigentlich der Entwicklung der Community entgegenwirken – hat es aber leider noch weiter verschärft.

    Durch die Marken hätten Twinks eine Chance gehabt schneller wieder auf Raidniveau zu sein, mich freut es denn ich twinke mein Leben gerne. Durch die Marken haben es Spielr geschafft die erst später mit WoW begonnen haben auf dem aktuellen Stand zu sein um auch raiden zu können. Denn sind wir mal ehrlich – in den “alten” Content geht doch keiner mehr.

    Blizzard hat versucht sogar durch die weeklys den alten Content wieder attraktiver zu machen und was ist passiert die Leute versammeln sich im den ersten Boss in Naxx zu legen und verschwinden dann wieder.

    Wie schon jetzt oft erwähnt gebe ich hier der Community 80 % der Schuld – Blizzard wollte dem entgegenwirken – doch auch das nutzte die Community wieder schamlos aus und alles wurde noch schlimmer.

    Du siehst doch am eigenen Leib die Entwicklung – von 40 aktiven Accounts bekommt man nicht mal mehr 25 Mann zusammen zum spielen – das sind die Spieler und nicht Blizzard.

    Ich freue mich auf die 10-Mann Raid mit Cataclysm! Aus zwei Gründen:

    -> Die 10er sollen so schwer werden wie die 25er (im Verhältnis)

    -> Nun kann ich mit all meinen RL Freunden 12 samt mir ne kleine Gruppe aufbauen auf die verlass ist bzw. wo ich weiß an welcher Haustüre ich klingeln muss wenn was schief läuuft ;)

    Also daher denke ich Blizzard ist diesen Schritt gegangen da sich die Community so schlecht entwickelt.

    Aber wie schon gesagt der Rest voll meine Meinung!

    Grüße

    Benny aka Mendeus

  6. Grimz (trainspotta) schrieb:

    Raidleader-Kollaps-Klops!
    So heißt die Krankheit die du suchst! Hab ich selber gehabt, hat jeder Leader gehabt den ich kenne! Ich erdreiste mich inzwischen die Organisation anderen zu überlassen! War zu Classic Raidleiter von 1x MC und später 2x BWL… AQ hab ich mir per Kollaps-Klops erspart. Zu BC war ich Offi… und nicht lange, war mir zu doof! Jetzt mit WotLK spiele ich gerne mit, organisiere mit an der 10er rum und hab meinen Spass! Das tolle ist, in der 10er organisiert jeder und auch noch miteinander! Das macht richtig Laune! 25er ist gerade wieder Big Trouble in little Azeroth… Leute pissen sich gegenseitig ans Bein und Emotionen kochen wie aufm Gasherd…

    Mein Motto: “Reite mit John, dann ist alles Wayne”!

    Mach Pause, lass mal andere machen!! Und spiel einfach mal! Ich finde die Änderungen an WoW gar net übel! Klar, alles bissl Einheitsbrei, aber man weis ja wer gut ist und wer nicht, oder?

  7. weeego schrieb:

    Tja, wo soll man da anfangen? Ich denke mit einem einfachen: “ja, stimmt” kann man es ganz gut kommentieren.

    Ich bin zum PDK-Content in eine neue Gilde gegangen, die wurde dann kontinuierlich größer und so stellten wir dann zu Beginn zu ICC einen 25er Raid auf. Soweit so gut. Es lief durchwachsen, aber man sah den Fortschritt.

    Dann nahm ich mir einen Auszeit wegen meiner bevorstehenden Abschlussprüfung. 2 Tage später wurde der Raid aufgelöst (durchs Forum erfahren). Der Grund war das Fernbleiben eines Raidleaders und das Auffinden von zuverlässigen Leuten. Als ich nach 2 Monaten wieder gekommen bin, bestand die Gilde nur noch aus denen, die auch darin waren, bevor sie groß geworden ist. Komisch oder?

    was ich sagen will:

    Ich selber stelle teilweise mein RL um, um zu den Raidzeiten pünktlich anwesend zu sein. Lasse dafür auch wichtige Teile meines RL ein Stück weit zu kurz kommen, weil ich es ebenfalls als eine Herausforderung sehe im Content voran zu kommen. Und Andere kommen zu spät, bleiben gleich ganz weg und verlassen während des Raids den Schlachtzug und lassen 24 wartende – echte – Mitspieler zurück. Das ist zum Kotzen.

    Zitat: “Ich geh nur schnell Döner holen” Mitspieler verlässt den Schlachtzug.

    Momentan:

    - Casual Gaming in Randomgruppen und Twinken
    - Hoffen auf Cataclysm

    Durch die Zusammenlegung der 10er und 25er IDs denke ich gewinnt das Spiel wieder an Potential. Dann kann man sich auf Eines konzentrieren!

  8. Fichte180 schrieb:

    Da kommt mir einiges bekannt vor. Wow ist klar ein Spiel das leben verändert. Bei dem einen positiv bei dem anderen negativ. Ich spiele im Moment nicht wegen des Contents und der Jagd nach neuen Items, sondern wegen den Leuten die ich kennen lernen durfte. Mir sagte mal ein Spieler das er die Zeit die er gespielt hat als verschwendete Zeit sieht. Ich sehe das ganze als Erfahrung. Je mehr man bei einer Erfahrung an seine Grenzen geht desto mehr ist der nutzen daraus. Ich bereue keine Minute die ich gespielt habe. Im letzter Zeit hält sich das spielen bei mir aber auch in grenzen. 1x pro Woche vielleicht, wobei ich auch noch nie ein “süchtiger” war. Ich bin Offi bei uns in der Gilde und grade in der Zeit vor einem Addon kommt immer die Frage lohnt sich das alles noch? Als Offi ist man leider immer ein Stück weit Animateur das stimmt schon, aber man muss den leuten auch klar machen das sie die Gemeinschaft sind und selber bestimmen wie es weiter geht.

    Ich finde es gut das Du nicht gleich einen radikalen schnitt machst wie die meisten (Account löschen, alles verkaufen und vernichten), sondern Dir ein wiederkommen offen lässt. Genieße die freie Zeit und mach dir eine schöne Zeit :)

    Gruß
    Fichte180

  9. Ben schrieb:

    Hmm … Final Fantasy 11 …
    Führt mich nicht in Versuchung, Ihr knuffigen, kleinen Tarus.

    Ansonsten kann ich Dir nur zustimmen. Das waren alles Punkte, die ich damals schon, zum Start von WotLK, so erlebt habe. Und am Ende war es das Ende meiner Gilde.
    Ich erlaube mir als Außenstehender die Freiheit zu sagen, dass es mit WoW immer weiter den Bach runtergeht. Ganz besonders im Hinblick auf die Spieler.

  10. weeego schrieb:

    Zitat von Fichte180: “Ich finde es gut das Du nicht gleich einen radikalen schnitt machst wie die meisten (Account löschen, alles verkaufen und vernichten”

    –> Das wär ja wirklich sehr radikal. Da ist mir die investierte Zeit, die gemachten Erfahrungen und letztendlich auch das bezahlte Geld zu Schade.

  11. LunaHexe schrieb:

    Keng schreibt

    Es ist der Schneesturm, der einfach ein Umfeld schafft, in dem solches Verhalten immer mehr sogar heraufbeschworen wird.

    FETTES SIGNED von mir das sehe ich ähnlich. Wenn man wollte könnte man sicherlich Strukturen schaffen die so manches erschweren.

    Cala und ich sind sicherlich sehr oft sehr unterschiedlicher Meinung. Trotzdem tut mir sein Frust “in der Stimme” weh.

    Von mir gibt es an der Stelle ein
    /target Cala
    /trost

    Insbesondere auch in dem Wissen daß Raidleiter ein besonders undankbarer Job ist.

    Luna

  12. Manscha schrieb:

    Dein beschriebener Weg, war auch meiner.
    Ich spiele WoW seit dem Release gespielt. Erst in einer kleinen Gilde mit Freunden, ab 2006 fusionierten wir mit 2 anderen Gilden zu einer Raidgilde. Im Februar 2010 war Schluss. Aus oben genannten Gründen.

    Ich selbst habe schon im letzten September das Handtuch geworfen. Mein Umgang mit Familie, Freunden und nicht zuletzt den Kollegen war unerträglich geworden. Ständig ging mir irgendwas gildenlastiges durch den Kopf, da leidet alles andere drunter. Ich war unkonzentriert, maulig und ständig unzufrieden.

    Aber … nach 5 Monaten Pause hab ich auf einem völlig anderem Server wieder angefangen zu spielen. Wiederum mit Freunden, die ich aus dem Reallife kenne. Mein einziger Anspruch ist, nicht wieder regelmäßig in einen Raid zu gehen.
    Am Anfang dachte ich genau wie du. Wenn man 4 Jahre raidet, kann man das Spiel ohne nicht mehr genießen. Aber es geht.
    In einer aktiven Raidgilde hast du doch gar keine Zeit mehr das Spiel bzw. die weitläufigen Welten zu genießen. Jetzt jedoch, wo mich nichts mehr treibt (Buffessen, Flasks oder Ruf) kann ich mit offenen Augen durch die Welt reiten und auch mal ne halbe Stunde auf einen Respawn warten.
    Zur Zeit mach ich den Meister der Lehren. Unter anderem auch, weil mit dem nächsten Addon die Welt, wie wir sie kennen, nicht mehr da sein wird.
    Und wenn ich dann Meister der Lehren bin (was ich mit meinem ursprünglichem Main nie geschafft habe), freu ich mich wenigstens 3 Wochen wie ein Schnitzel.

    Lass ein bißchen Zeit verstreichen und dein Blick auf die Dinge wird sich ändern. Ansonsten viel Spass und eine erholsame Zeit!

  13. Take schrieb:

    Könntest Du diesen Threat bitte vollständig ins offizielle Forum posten? Nuja, wird auch nix helfen, dass Blizz kein Interesse an Spielern wie Dir und den zahlreichen Kommentatoren hier hat, dürfte ja leider bewiesen sein.

    Grüße, Take

  14. Prishe schrieb:

    Das sich über WoW selten (nie?) echte Freundschaften entwickeln, kann ich bestätigen.
    Obwohl einige alte Gildenmitglieder meine eMail-adresse haben und bei meinem WoW-Austritt sagten: “Wir halten den Kontakt aufrecht”, kommt von eben diesen Personen gar nichts rüber und auf Kontaktversuche meinerseits oft ziemlich knappe, nichtssagende Antworten… (weshalb ich den eMail-Kontakt inzwischen eingestellt habe)
    Solange man spielt wird man als Kollege angesehn… danach ist man nur noch Luft, da man nicht mehr aktiv am online-leben teilnimmt. (das ist meine persönliche Erfahrung)

    Wenn ich auf meine MMO-Zeit zurückdenke, bin ich froh das ich den Ausstieg aus diesem Spielegenre geschafft habe. Als ich vor Jahren mit FFXI angefangen hab, was es aus einem ziemlich einfachen Grund: “Es ist ein Final Fantasy-Teil”… das war mein ganzer Grund… (ja… ich war bereits damals leicht dem Wahnsinn verfallen ;P)
    WoW hab ich zu meiner FFXI-Zeit gehasst, da der Stil der Spielewelt und Charaktere einfach nicht mein Geschmack waren… aber 2006 hab ich es trotzdem mal angespielt, da einige Freunde dorrt aktiv waren (unter anderem die beiden Tarus von weiter oben)… WoW war immer noch nicht mein Fall, aber ich hab es weitergespielt, da ich mit den alten FFXI-Freunden weiterhin was unternehmen wollte…
    (Leider gehöre ich zu der Sorte Spieler, die Spiele sehr intensiv spielen, wenn sie die Möglichkeit haben. Wenn ich daran denke, dass mir nur noch ~50 Quests gefehlt haben um am Ende wirklich ALLE Quests gelöst zu haben und wieviel Zeit in dieses Langzeitprojekt gewandert ist… es war nicht wirklich gesund ;) )
    Hätte ich keine alten Bekannten gehabt, hätte ich mit WoW warscheinlich nach dem ersten Monat wieder aufgehört… als diese Freunde immer weniger wurden, hat mich meine Questsuche weiterhin bei Laune gehalten… am Ende fiel aber auch das aus dem Raster und WoW wurde wieder auf das reduziert, was es für mich war… ein Spiel mit besch*** Grafik und nutzloser/nicht existierender Story, das mich eigendlich gar nicht interessiert.

    den oberen Text in Kurzfassung:

    Ein MMORPG lebt und stirbt mit seiner Community… WoW liegt im Sterben (RP-technisch)… und das bereits weit vor WotLK… es wurde von vielen vorausgesagt und die meisten sind inzwischen gegangen (vorausgesetzt sie haben nicht wieder angefangen… das bekomm ich ja nicht mehr mit ;P)
    WoW-Gilden, die auf Raids ausgerichtet sind, werden früher oder später zu Zweckgemeinschaften… (mit ein Grund warum ich mich zu Hordenzeiten geweigert hatte zu Gruul zu gehen und dafür Raidaussenstehenden mitzunehmen… gut… die Gilde ist damals nicht nur deswegen eingegangen)

    Fazit:
    Auch ein offline-leben hat seine vorteile… auch wenn es teurer ist, wenn man sich die Spiele kauft und nicht nur ausleihen will ^^
    Trotzdem geb ich meine PS3 und die Spiele um keinen Preis der Welt her… (ausser viel Geld um mir ne neue PS3 und neue Spiele zu kaufen ;P)

    -Prishe

    PS: ich hätte nie gedacht von mir mal nen Quote zu sehen ^^

  15. Mem schrieb:

    Es ist einiges dran, wo sich sicherlich jeder wiedererkennt. Auch wenn der Beitrag sicherlich auch stark vom aktuellen Frust getragen ist.

    Ja, es ist undankbar, Raid/Gildenlead zu machen. Und wenn das einem keinen Spass mehr macht, sollte man auch wieder in der Lage sein, zu sagen, ich raide jetzt eben nur noch mit. Ich habe in Classic Co Raidlead im 40er gemacht und später nochmal meine 10er Gruppe geleitet. Aber scharf bin ich da nicht drauf, im Gegenteil.

    Ich glaube aber nicht, dass das Spiel sich zum 10er hin entwickelt. Oberflächlich gesehen liegt das nahe. Allerdings: das funktioniert bei den Spielern, die nicht nur 2-3 mal die Woche einloggen, nicht unbedingt besser als im 25er. Denn die Erfahrung zeigt einfach, dass du einen höheren Anteil an Ersatzleuten haben mußt als im 25er, wo die Granularität des Raids etwas feiner ist. Und dann geht es los mit Ersatzleuten, Aussetzen, Rotation und das machen viele dann wiederum nur dann gerne mit, wenn sie keinen Loot mehr brauchen oder keinen Bock auf Progress haben.

    Andere Dinge unterschreibe ich sofort, etwa die Kritik ggü den Achievements/Hardmodes. Ich bin Realist genug, um zu erkennen, dass diese Entwicklung nicht mehr revidiert werden, weil der Zugang zum Raidcontent für PUGs für die überwiegende Mehrzahl der Spieler leider ein Erfolg ist (nämlich die, die sonst keinen Raid gefunden haben). Damit einher geht natürlich der Umstand, dass die Belohnung für den Aufbau funktionierender Beziehungen zwischen den Spielern geringer ausfällt, sprich, es ist nicht mehr Eintrittsvoraussetzung für den Zugriff auf Raids und Raidgear sondern lediglich für die Hardmodes und eventuell die letzten Softmode Bosse.

    Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass Ingame Bekanntschaften natürlich andere sind als die, die man im RL macht. Aber sie haben dennoch ihren Wert und man pflegt sie, zumindest einige wenige. Dass ich nicht mit 25 Leuten oder 50 Leuten in der Gilde täglich auf nen Kaffee zusammenkomme, versteht sich dann denke ich aber eben auch von selbst.

    Wo es mir im übrigen wie dir geht: ich kann WoW (und eigentlich die meisten MMOs) nicht als Casual spielen. Was ich allenfalls tu, ist sie mal ne Weile beseite legen. Die große Ausnahme ist da eigentlich Eve und das zeichnet sich dadurch aus, dass man eben ohne Angst, zurückzufallen, einfach mal 2 Monate inaktiv gehen kann.

  16. Grimz (trainspotta) schrieb:

    olol n00b giev ansrew keke! lolWut!

    Das war WoW’isch! xD

  17. Sleth schrieb:

    Eins vorweg: Dr. House ist eine der besten Serien, die derzeit noch laufen. Ich hab die letzte Staffel regelrecht verschlungen und warte sehnsüchtig auf die 6.

    Dein eigentliches Problem kann ich komplett nachvollziehen, da es mir sehr ähnlich ergangen ist. Als Ex-Offi und Ex-Raidleiter zog ich auch irgendwann die Notbremse und legte eine WoW-Pause ein, die ich mit Mem in Warhammer verbrachte. Nach ein paar Monaten sah alles nicht mehr ganz so finster wie zu Beginn aus und mit einem Gildenwechsel machte dann auch das Raiden wieder Spaß.

    Einzige Konsequenz die ich für mich daraus gezogen habe: Nie wieder Raidlead und Verantwortung in einem MMO übernehmen. Nur noch mitlaufen, zum Raid einloggen, danach ausloggen und während der Raids Spaß haben. Sich keine Gedanken um Setups und Wehwechen der Mitspieler machen zu müssen ist Gold wert. Ist zwar traurig, das gute Leute, die organisatorisches Talent besitzen nach und nach von der Community und eigenen Gilde verheizt werden, ist aber leider kein Einfall mehr.

    Gönn dir eine Auszeit und such dir wenn die Lust wiederkommt eine nette Gilde, mit der man gut raiden kann.

    GL & HF

    Marcus

  18. Yitu schrieb:

    Einige der Dinge kommen mir aus meiner WoW-Zeit sehr bekannt vor. Darum habe ich schon vor WotLK den Nothebel gezogen. Schon damals waren die Tendenzen abzusehen.

    So sehr ich mich nach der optischen Welt von WoW auch sehe (meine Freundin vermisst diesen Knuddellook sehr!), so wenig mag ich an eine Rückkehr denken. Wegen der Richtung, in der sich div. Aspekte von WoW entwickelt haben.

    Das Spiel definiert wie wir Menschen zusammenspielen (wollen). Und Deine Einschätzung zu WoW scheint da zu stimmen. Wozu ZUSAMMENspielen?

    Yitu

  19. kofineas schrieb:

    ja ich habe mich dabei erwischt bei diesem Blogeintrag durchgehend zu nicken, ich Spiele wow nun auch schon seit 5 Jahren. war nie ein sonderlich aktiver Raufer aber trotzdem ist mir auch aufgefallen, das meine Gilde sich in diesen 5 Jahren nun auch immer mehr von einer art Freundeskreis in eine bedarfsgemeinschaft gewandelt hat. früher hatte man zusammen einfach Spaß, nun lösen alle raid Misserfolge oder Vorfälle in den Raids direkt blutfehden zwischen alt eingesessenen früheren Freunden entstehen Gemeinschaft kann man das tatsächlich nurnoch schwer nennen, das freundschaftliche Umfeld ist jedenfalls stark angeschlagen, traurig.

  20. xixuu schrieb:

    Oh ja! Du hast so recht. Echt krass wie ich mich bei jedem weiteren Satz deines doch irgendwie traurigen Eintrags wiedergefunden habe. Schade, schade. Aber WoW ist auch für mich am Ende. Die vielfältigen Gründe hast du sehr schön aufgeführt, gibt nichts zu ergänzen aus meiner Sicht.

    Ich spiele WoW auch seit Release, zuerst als Magier auf Allianz-Seite (englischer Server), später als Jäger Horde-Seite (deutscher Server) als Main-Chars. Fokus lag immer auf großen Raids. Aber irgendwie ist nun endgültig die Luft raus. Wenn überhaupt gehe ich mit ein paar Onlinefreunden noch mal ne hero instanz machen oder ein bißl twinken for fun, aber das wars auch. Und das eigentlich nur um mit den Leuten zu chatten oder im ts zu quatschen. Casual light ist mein Spielverhalten geworden. Hab keine Motivation mehr mich da irgendwie reinzuhängen. Weil nach 4 Wochen eh wieder alles für’n Arsch war, weil es weitere Verschlimmbesserungen am Spiel gibt oder neuer Content kommt, der alles vorherige wertlos macht.

    Hauptgrund aufzuhören ist für mich persönlich, dass das Raiden kein Raiden mehr ist! Es ist keine Gemeinschaft mehr nötig, die sich gemeinsam langfristig um einen Fortschritt bemüht, sich kennt, unterstützt, sich in der Gruppe/Gilde anstrengt um Ziele zu erreichen und online freundschaften herausbildet. Jetzt ist aber alles nur noch für egoistische Deppen ausgelegt!

    Damit ist das Herzstück des Spiels kaputt und der komplette Spielspaß verloren. Auch Cataclysm wird diesen sich seit BC immer mehr verstärkenden Trend bestimmt nicht umkehren! Daher bin ich ebenso am Ende mit meiner WoW Karriere wie du.

    Liebe Grüße
    Xixuu

  21. Ayu schrieb:

    Ich kenn dich zwar nicht, kenn aber was du beschreibst..
    Ich glaube vor allem der fehlende Zusammenhalt hat mich darin bestärkt nur noch 10er zu raiden und in einer kleinen Gilde zu bleiben.. Funktioniert soweit auch sehr gut =)

  22. yina schrieb:

    Mein acount ist vor monaten verkauft worden!!!!!
    und ich muss sagen ist auch gut so
    lieber ne schnelle und harte trennung als ne woche später wieder die spritze im arm zu haben.

    hab eine ps3 gekauft ab und zu neben arbeit mal ff zocken und red dead re….
    mehr brauch ich echt nich mehr box an spiel rein und spass egal ob online oder alleine.
    nix mehr mit stunden im spiel verbringen und blöd in dala rumstehen oder dämlich mats zu farmen.

    nun richtet sich das spiel nach meinem leben
    und nich mein leben nach dem spiel

    mfg nic

  23. Grueni schrieb:

    Da ich nun nicht als 20. nur schreiben möchte das ich das Gefühl kenne, mal ein etwas anderer Gedanken: Wieso hast du / habt ihr es im Laufe der Jahre nicht geschafft die passende Gilde zu finden oder zu formen? Sicherlich gibt es in jeder Gilde mal streitereien und Leute die nicht immer 100% geben (habe ich die letzten Wochen sicherlich auch nicht), aber es gibt garantiert eine Menge Gilden wo der Zusammenhalt trotzdem stärker ist.

    Ich bin seit Ende Black Temple in meiner aktuellen Gilde und auch wenn wir seit dem viele neue Spieler bekommen haben besteht trotzdem ein Kern aus sehr aktiven Leuten die sich super verstehen und die Gilde zu etwas besonderem machen. Momentan ist es sicherlich besonders schwer, vor allem für Gilden denen vielleicht wie uns nur noch Lich King hardmode (und Halion) fehlt und die Leute momentan lieber Grillen und sonstiges machen, dennoch planen wir gerade unser nächstes Gildentreffen.

    Ich denke eine Auszeit ist nie verkehrt, brauch ich auch min. alle 1,5-2 Jahre mal. Ich habe allerdings die Hoffnung das blizzard nach einer Menge Mist mit Cataclysm mal wieder etwas zur alten Form zurück findet, was ich bisher gesehen habe hat mich jedenfalls zum Großteil überzeugt.

    ps: Wenn man die richtigen Leute hat ist auch ein 10er mit im Vergleich zum 25er etwas mehr Ersatzspielern sicherlich kein Problem, viel weniger Aufwand und sicherlich nicht schlechter/sonstiges.

    Grueni

  24. MangoMaracuja schrieb:

    Schön so viele Leute an einem Ort anzutreffen den es genauso geht bzw ging. Ich kann das nur alles unterschreiben. Aus fast genau den gleichen Gründen habe ich auch mit WoW aufgehört und andere Spiele konnten mich noch nie so fesseln.

    Das nächste MMOG das ich antesten werde ist höchstens noch FF14 weil du so davon schwärmst :)

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